FERDINAND allein.
FERDINAND. Das einzige Kind! - Fühlst du das, Mörder? Das einzige! Mörder! hörst
du, das einzige? - Und der Mann hat auf der großen Welt Gottes nichts als sein
Instrument und das einzige - Du willst’s ihm rauben?
Rauben? - Rauben den letzten Notpfennig einem Bettler? Die Krücke zerbrochen vor
die Füße werfen dem Lahmen? Wie? Hab ich auch Brust für das? - - Und wenn er nun
heimeilt und nicht erwarten kann, die ganze Summe seiner Freuden vom Gesicht dieser
Tochter herunterzuzählen, und hereintritt, und sie daliegt, die Blume - welk - tot -
zertreten, mutwillig die letzte, einzige, unüberschwengliche Hoffnung - Ha! und er
dasteht vor ihr, und dasteht, und ihm die ganze Natur den lebendigen Odem anhält, und
sein erstarrter Blick die entvölkerte Unendlichkeit fruchtlos durchwandert, Gott sucht,
und Gott nicht mehr finden kann, und leerer zurückkommt - - Gott! Gott! aber auch
mein Vater hat diesen einzigen Sohn - den einzigen Sohn, doch nicht den einzigen
Reichtum – (Nach einer Pause). Doch wie? was verliert er denn? Das Mädchen, dem
die heiligsten Gefühle der Liebe nur Puppen waren, wird es den Vater glücklich machen
können? - Es wird nicht! Es wird nicht! Und ich verdiene noch Dank, dass ich die
Natter zertrete, ehe sie auch noch den Vater verwundet.
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