Lady Milford verkörpert als Geliebte des Herzogs sowohl die höfische als auch die bürgerliche Wertewelt.
Ihr drohte als Britin im deutschen Exil die völlige Verarmung, als sie den Herzog kennen lernte.
Aus dieser Situation heraus erwidert sie bereitwillig seine Liebe.
Diese Beziehung befriedigt nicht nur ihren Ehrgeiz.
Vielmehr kann sie an seiner Seite ihr Bedürfnis nach Macht und Einfluss ausleben.
Tatsächlich wurde der Heiratsplan mit Ferdinand nicht vom Präsidenten, sondern von ihr eingefädelt.
Mit Ferdinand will sie das Land verlassen und eine reine Herzensbeziehung erleben.
Ferdinand betrachtet sie zunächst als skrupellose Mätresse, der er die "ungeheure Pressung des Landes" vorwirft.
Das ändert sich, als Lady Milford ihm ihre Lebensgeschichte schildert.
Als Ferdinand ihre Liebe zurückweist, will sie ihn mit allen Mitteln zur Ehe zwingen und Luise durch Drohungen und Versprechungen zum Verzicht bewegen. Luise lehnt zunächst ab. Später erklärt sie den Verzicht auf Ferdinand, macht ihr aber zugleich schwerste Vorwürfe: "Sie haben den Himmel zweier Liebenden geschleift, voneinandergezerrt zwei Herzen, die Gott einananderband." Lady Milford ist darauf zutiefst von der "höheren Tugend" Luises getroffen.
Sie beendet das Verhältnis mit dem Herzog und geht außer Landes.
|
|FÜRST
|PRÄSIDENT
|FERDINAND
|HOFMARSCHALL
|LADY MILFORD
|WURM
|MILLER
|FRAU MILLER
|LUISE
|