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START / STURM UND DRANG

Schillers Kabale und Liebe wird dem Sturm und Drang zugeordnet. Benannt nach dem gleichnamigen Schauspiel von Friedrich Maximilian Klinger (1776) beginnt diese Epoche Mitte der sechziger Jahre des 18. Jahrhunderts. Sie endet etwa mit der Mannheimer Zeit Schillers.
Eine junge Dichtergeneration wendet sich gegen die Maxime der "Herrschaft der Vernunft", als Leitidee der Aufklärung, und die überkommenen sozialen Normen.
Zwei Richtungen des Sturm und Drang lassen sich ausmachen: Die erste verwirft die klar geordnete Welt der Aufklärung. Sie fordert Freiheit von Gefühl und Leidenschaft. Die zweite Gruppe verherrlicht den Kraftmenschen, den großen Kerl.

In Kabale und Liebe fließen beide Richtungen ein.

Merkmale

Betonung von Herz und Gefühl

Ferdinand und Lady Milford vertreten vehement ihr Recht auf Liebe.

Verherrlichung von selbstbewussten Persönlichkeiten Ferdinand ist der "grosse Kerl", Lady Milford das "Machtweib".

Kritik am höfischen Adel
Das unmoralische Verhalten des Hofadels führt zum Konflikt zwischen dem Präsidenten und seinem Sohn Ferdinand von Walter.

Verurteilung der klein-bürgerlichen Welt
Millers haben die typische Familienstruktur. Der Vater ist das Oberhaupt, die Frau und Tochter ordnen sich unter. Moralische, religiöse und spießbürgerliche Normen bestimmen das Zusammenleben.

Huldigung der Natur als unverfälscht und harmonisch
Ferdinand will mit Luise in eine heilige ursprüngliche Wildnis fliehen.

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