Theateraufführungen von Kabale und Liebe
Wie hat man uns zu unserer Schulzeit im Deutschunterricht gequält mit all den literarischen Klassikern, deren Wert für uns kaum ersichtlich war und deren Länge und Sprachstil uns nur zum Gähnen und zu gelangweilten Blicken reizte. Als Erwachsener indessen bereut man jene „jugendliche“ Ablehnung meist ein bisschen – nicht nur, weil man sich selbst auf diese Weise den Zugang zu kulturellen Genüssen klassischer Natur verwehrte, sondern auch, weil viel Wissen an uns vorüber zog, von dem wir heute profitieren könnten. Schließlich ist es keine Seltenheit, dass genau jene, die früher von der Schulbank aus beim Klang von Goethe und Schiller die Nase rümpften, heute die größten Bücher- und vor Allem Theater-Freaks sind. Dies lässt sich ja auch leicht erklären: Selbst das trockenste, in gedruckter Form vorliegende Schauspiel oder Drama erscheint mit einem Mal lebendig und somit erstaunlich interessant, wenn es auf der Bühne aufgeführt wird. Der Grund: Die Handlung wird – durch Bühnenbild und die schauspielerische Performance unterstützt – transparent und verständlich, die Figuren werden reell und ihr emotionaler Ausdruck reißt den Zuschauer mit.
Schillers bürgerliches Trauerspiel „Kabale und Liebe“ ist in dieser Hinsicht ein gutes Beispiel. Es gehört auch heute noch zu den beliebtesten, im Theater aufgeführten klassischen Tragödien und lockt jährlich Tausende von Zuschauern in die diversen Schauspielhäuser unserer Republik. Darunter befinden sich nicht nur Germanisten, Literaten und Professoren, frisch Verliebte und solche, die sich einfach neu verlieben wollen, jedoch unter www.partnersuche-kostenlos.net noch nicht fündig geworden sind – sondern auch ganz normale kulturinteressierte Menschen. Natürlich ist nicht jede Aufführung von „Kabale und Liebe“ gleich – es ist die persönliche „Handschrift“ und somit die Inszenierung des jeweiligen Theater-Regisseurs, welche dem Schauspiel sein Gesicht und seine ganz spezielle Wirkung gibt. Grund genug also, sich „Kabale und Liebe“ mehr als nur einmal auf der Bühne anzuschauen – und danach vielleicht noch einmal in die Druckversion hineinzuschauen, die man als Schüler einst so vehement ablehnte.
