Lange Unterrichtsstunden und militärischer Drill der Carlschule isolieren die Schüler von der Außenwelt. Auch vom schönen Geschlecht.
Es gibt Nachholbedarf.
"Denn die Tore dieses Instituts öffnen sich, wie man wissen wird, Frauenzimmern nur, ehe sie anfangen interessant zu werden, und wenn sie aufgehört haben, es zu sein" weiss Schiller nur zu gut.
Nach Entlassung aus der Carlschule erste Erfahrungen im Milieu.
Schiller ist kein Kostverächter.
Freund Scharffenstein: "Mit Soldatenweibern, auch en companie" habe sich Schiller abgegeben.
"Kein Sinn für körperliche Schönheit", erinnert sich Freund Petersen.
"Kretzende Weine, schlechter Schnupftabak, garstige Weiber waren Beweise für mangelndes Feingefühl im Sinnlichen. …
Ein Schnupfer wie Schiller war nicht leicht zu finden.
Hatte er bisweilen gerade keinen Tabak, so kitzelte er s. Geruchsnerven mit Staub.
Mehrere waren Zeugen dass er während eines einzigen Beyschlafs, wobey er brauste u. stampfte, 25 Prise (sic) Tabak schnupfte - in die Nase nahm."
"Sommers alle Abend Kegelspiel, Winter Manille, ein leichtes Kartenspiel."
Schiller muss am 11.02.1781 im Vollrausch vom Festbankett seines Regimentskommandeurs in einer Sänfte nach Hause getragen werden.
Seitdem gilt er in Stuttgart (damals etwa 18.000 Einwohner) als Trinker.
Eine der "Soldatenweiber" war wohl auch Louise Dorothea Vischer, Schillers Zimmerwirtin, "einem wie an Geist so an Gestalt gänzlich verwahrlosten Weibe, einer wahren Mumie".
Vischer, eine dreißigjährige Witwe, machte "von ihrer Anziehungskraft gegenüber jüngeren Männern, die in ihrem Haus wohnten, nicht ungern Gebrauch".
Schillers sinnliche "Laura" Gedichte sind an Vischer gerichtet.
Die schlüpfrigen Verse sprechen für sich.
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|DIE LEIDEN DES JUNGEN S.
|RÄUBER, REBELLEN, REVOLUTZER
|WEIN, WEIB, GESANG
|THEATER, NICHTS ALS THEATER
|ERSTE LIEBE
|NUR BARES IST WARES
|ANTRITTSVORLESUNG IN JENA
|RUINIERTE GESUNDHEIT
|GOETHE - VOM RIVALEN ZUM FREUND
|SPRÜCHE VON SCHILLER
|GEDICHTE
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